Sanft abstillen - Schritt -für-Schritt Anleitung für euren liebevollen Übergang
- Theresa Pfeffer
- 13. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Viele Eltern wünschen sich einen liebevollen Weg aus dem Stillen und finden online meist nur Extreme: entweder radikale Methoden oder endloses Weiterstillen. Doch es gibt einen Mittelweg: sanft, klar und bedürfnis- und beziehungsorientiert.
Abstillen ist kein einzelner Moment und dann ist alles vorbei. Es ist ein Prozess und ein Übergang für Mutter und Kind. Und ebenso ist dieser eben von Emotionen begleitet - was vollkommen normal ist und auch dazugehört.
Vielleicht spürst du gerade, dass sich etwas in euer Stillbeziehung verändern darf. Vielleicht wünschst du dir mehr Freiraum, mehr Selbstbestimmung, mehr Unabhängigkeit oder mehr "wieder-Frau-sein".
Die gute Nachricht: Du kannst dein Kind sanft und bedürfnisorientiert abstillen, Schritt für Schritt – in eurem Tempo und ohne Druck.
In diesem Artikel zeige ich dir, worauf es dabei wirklich ankommt.

Bild von Michal Fošenbauer auf Pixabay
Wann ist ein guter Zeitpunkt zum Abstillen?
Ich muss dir jetzt leider sagen: DEN einen perfekten Zeitpunkt gibt es nicht.
Stattdessen helfen dir diese Fragen um für dich herauszufinden, ob du bereit bist dich auf die Abstillreise zu machen:
Fühlt sich das Stillen für dich noch stimmig an? Gibt es Situationen, in denen ich nur noch genervt bin?
Bist du körperlich oder emotional erschöpft?
Ist es für mein Kind gerade anderweitig herausfordernd (z.B. Kita-Start, Krankheit, Umzug)?
Noch mehr Fragen zur Reflektion eurer aktuellen Stillbeziehung findest du in meiner kostenfreien Checkliste zum Abstillen.
Wichtig: Abstillen darf sowohl ein Bedürfnis des Kindes als auch der Mutter sein. Bedürfnisse zählen auf beiden Seiten. Wenn du merkst, dass sich etwas verändern darf, ist das ein legitimer Ausgangspunkt.
Vorbereitung: Der Schlüssel für sanftes Abstillen
Viele Abstillversuche scheitern nicht am Willen, sondern an fehlender Vorbereitung.
Sanft abstillen bedeutet:
dein Kind auf Veränderungen vorzubereiten
Alternativen aufzubauen (Nähe, Rituale, Trostwege)
innere Klarheit zu gewinnen
realistische Erwartungen zu haben
Gerade beim Abstillen von Kleinkindern ist Beziehungssicherheit der wichtigste Faktor. Je sicherer dein Kind sich fühlt, desto leichter kann es loslassen und neue Rituale anstelle des Stillens annehmen.
Wie du dich richtig vorbereiten kannst, lernst du in meinem Onlinekurs zum bindungsorientierten Abstillen.
Stilleinheiten schrittweise reduzieren
Ein bewährter Weg ist das schrittweise Reduzieren einzelner Stilleinheiten.
Statt „ab heute nicht mehr“ und somit einer kompletten Umstellung von jetzt auf gleich, kannst du:
zuerst eine weniger wichtige Stilleinheit auswählen
eine Alternative anbieten (Kuscheln, Lesen, Snack, Trinken)
das neue Ritual einige Tage stabilisieren
erst dann den nächsten Schritt gehen
Beim nächtlichen Abstillen kann es sinnvoll sein, zunächst Abstände zu vergrößern oder nur noch in bestimmten Situationen zu stillen. Auch hierzu habe ich ein komplettes Kapitel in meinem Onlinekurs mit bedürfnisorientierten Impulsen und Anleitungen rings um das nächtliche Abstillen.
Wenn du dir alleine zu unsicher bist, begleite ich dich auch gerne beim (nächtlichen) Abstillen. Meine Angebote dazu findest du hier.
Typische Stolperfallen beim Abstillen
Diese Punkte machen Müttern das Abstillen oft unnötig schwer:
zu viele Veränderungen gleichzeitig
unklare Kommunikation („Heute vielleicht, morgen nicht“)
zu schnelle Schritte
eigene Schuldgefühle
Erwartung, dass das Kind alles sofort akzeptiert
Protest, Traurigkeit oder Wut sind keine Zeichen von Scheitern. Sie sind Ausdruck von Veränderung. Dein Kind darf fühlen – und du darfst es begleiten. Wie dir das bedürfnisorientiert gelingt, lernst du hier.

Bild von Michal Fošenbauer auf Pixabay
Sanfte Begleitung bei Protest
Auch bei einem bindungsorientierten Abstillprozess kann dein Kind traurig oder wütend reagieren und auch weinen.
Wichtig ist nicht, dass keine starken Gefühle auftauchen. Wichtig ist, wie du sie begleitest und dass du deinem Kind Sicherheit bietest.
Das bedeutet:
Gefühle benennen und Verständnis aufzeigen („Du bist traurig, weil du stillen möchtest, da verstehe ich.“)
Nähe anbieten
liebevoll bleiben
nicht immer sofort zurückrudern, aber auch nicht auf biegen und brechen auf Konsequenz pochen (bleib flexibel und achte auf dein Kind)
Dein Kind lernt somit, dass Veränderung möglich ist und es trotzdem sicher begleitet ist.
Wenn du euch strukturiert, sicher und Schritt für Schritt durch diesen Prozess begleiten möchtest, dann findest du in meinem Onlinekurs eine vollständige Begleitung mit:
konkreten Strategien für Tag und Nacht
klarer Modulstruktur
Workbook und Checklisten
emotionaler Vorbereitung
praxiserprobten Abläufen
Im Kurs zeige ich dir die komplette Schritt-für-Schritt-Begleitung für euren individuellen Abstillweg.
Du wünscht dir mehr Begleitung? In meinen Abstillbegleitungs-Paketen schauen wir uns eure aktuelle Stillsituation an, entwerfen einen individuellen Plan und sind mehrere Wochen täglich miteinander im Austausch. Gerne kannst du mich hier auch kostenfrei vorab kennenlernen.
Du bist dir noch nicht sicher ob du überhaupt abstillen möchtest? Nutze meine kostenlose Checkliste und finde es für dich heraus!


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